Micmacs
Neue Woche neue Sneak ;-)
In einem warmen Kinosaal gab es nach zügig hartem Quiz (Wie schwer ist das Projektil aus Full Metal Jacket :D ) die französische Komödie “Micmacs Uns gehört Paris” oder wie im Trailer angekündigt “Micmacs Der große Coup der kleinen Leute” was auch besser zum Film passt…
Der Film beginnt unglaublich sarkastisch und endet direkt wieder: Ein Mann stirbt, der Sohn wird als Hauptperson eingeführt es gibt einen Zeitsprung von 30? Jahren und der Protagonist hat eine Kugel im Kopf auf einem Fernsehr wird das Ende eines Film eingeblendet und es gibt einen Abspann, der Eigentlich der Vorspann ist…
Dieser Beginn ist grandios verwirrend besonders da in der kurzen Zeit schon extremer Stillwechsel mit dem Zeitsprung beginnt. Das erste was man von dem Film sieht, ist ein Bombenentschärfer der scheitert. So stumpf, dass es schon wieder komisch ist. Diese Eröffnung verwirrt, besonders wenn man nicht weiß was einen erwartet. Danach kommt ein Film der nett gemacht ist und oft lustig. Klingt mittelmäßig aber ich fand ihn gut. Mehr aber auch nicht… Einfilm den man sich angucken kann aber nicht muss. Der Nehmen-wir-noch-eine-DVD-mehr-mit-nicht-weil-wir-uns-nicht-entscheiden-können-sondern-weil-wir-eventuell-auch-noch-Zeit-für-einen-zweiten-Film-haben-Film.
Kurz zur Handlung: Bazil, der Sohn eines verunglückten Soldaten, bekommt durch einen Zufall eine Kugel in den Kopf. Nach der Operation wurde seine Wohnung neu vermietet und er hat seinen Job verloren. Er landet auf der Straße wo er von einer komischen Gemeinschaft aufgegabelt wird die auf einem Schrottplatz wohnt. Durch Zufall findet er die beiden Rüstungskonzerne die für die Miene, die seinen Vater umgebracht hat und die Kugel in seinem Kopf verantwortlich sind. Zusammen mit der Schrottplatzgemeinschaft versucht er beide Rüstungskonzernen zu schaden…
Die Schrottplatzgemeinschaft ist fast wie eine Familie und lebt in einer Art Hobbithöhle, jedoch ist der Berg aus Schrott. Diese Familie ist gut, liebevoll und besteht aus Künstlern und Außenseitern im Gegensatz zu den beiden Chefs der Rüstungskonzerne die böse, schlechte Väter oder lieblose Ehemänner sind. Während ich schreibe denke ich immer schlechter über diesen Film den ich ja doch eigentlich gut fand ;-) Obwohl die Story nicht besonders neu, die Charaktere so viel tiefe wie eine Briefmarke und es außerdem Vorspann auch nicht die unglaublich witzige Szene im Film gibt, weiß der Film zu unterhalten. Es wurde viel gelacht und das auch zurecht und irgendwie ist diese Welt der gebrauchten Sachen vom Schrottplatz nett. Auch wenn man merkt das diese Familie auf Teufel komm raus das Sigel liebenswert schrullig usw. haben möchte. Was jedoch wirklich liebenswert ist, sind die sich bewegenden Schrottkunstwerke von einem Familien Mitglied und die immer wieder auftauchendem Poster die das gesehene noch einmal als Werbung an der Hauswand zeigen. Das mit den Rüstungskonzernen der richtige Gegner gefunden wurde geht wahrscheinlich unter und bleibt nicht so stark in Erinnerung wie die bösen Waffenhändler in Lord of War zu dem es im Anfangs-Quiz eine Frage gab…
Auch wenn ich 7 von 10 Sterne sehr viel finde, muss ich zugeben von dem Film so gut unterhalten worden zu sein, das sie 7 Sterne angemessen sind.